Digitaler Impfpass und Tracing-App: Britische Regierung sammelt Daten zu Biometrie, kriminellem Verhalten und Lebensstilen

Als das Kabinett der Bundesregierung vor einigen Monaten die Einführung des digitalen Impfpasses beschloss, stellte ich in diesem Artikel die These auf, dass dies ein Einfallstor für Massenüberwachung und Diskriminierung werden könnte. Wie schnell solche Projekte von der Obrigkeit klammheimlich ausgeweitet werden können, kann man nicht nur in Überwachungsstaaten wie China beobachten. In Großbritannien werden nun schon einige Befürchtungen von Kritikern digitaler Impfpässe und Tracing-Apps wahr. Bald soll dort das Impfzertifikat auch im Inland eingesetzt werden. In der App des britischen Gesundheitsministeriums werden neben den Impfinformationen nun auch Daten über die ethnische Herkunft, den Lebensstil oder die Biometrie der Nutzer gesammelt. Deutschland schreckt vor solchen Versuchen offiziell noch zurück, doch die Entwicklung geht auch hierzulande klar in Richtung Gläsernheit.

Filmtipp des Monats: „Sorry We Missed You“

Foto: Ricky Turner und seine Tochter Liza Jane. Quelle: Screenshot YouTube Zeitdruck, prekäre Arbeitsverhältnisse, 14-Stunden-Tage: Das Sozialdrama „Sorry We Missed You“ des preisgekrönten Filmregisseurs Ken Loach zeigt am Beispiel eines Familienvaters die Verlierer der Globalisierung im reichen Westen, über die keiner sprechen will. Vor allem nicht die politischen Entscheidungsträger.

Julian Assange, WikiLeaks und die Pressefreiheit: Die Kriminalisierung von freien Medien

Foto: Elekhh via Wikimedia.org Der Auslieferungsantrag der USA ist am Montag von einem Londoner Gericht abgewiesen worden. Julian Assange darf vorerst in Großbritannien bleiben. Doch der Wikileaks-Gründer hätte niemals in diese Lage kommen dürfen: Die Haft war und ist ein Verstoß gegen die Presse- und Informationsfreiheit.