Digitaler Impfpass und Tracing-App: Britische Regierung sammelt Daten zu Biometrie, kriminellem Verhalten und Lebensstilen

Als das Kabinett der Bundesregierung vor einigen Monaten die Einführung des digitalen Impfpasses beschloss, stellte ich in diesem Artikel die These auf, dass dies ein Einfallstor für Massenüberwachung und Diskriminierung werden könnte. Wie schnell solche Projekte von der Obrigkeit klammheimlich ausgeweitet werden können, kann man nicht nur in Überwachungsstaaten wie China beobachten. In Großbritannien werden nun schon einige Befürchtungen von Kritikern digitaler Impfpässe und Tracing-Apps wahr. Bald soll dort das Impfzertifikat auch im Inland eingesetzt werden. In der App des britischen Gesundheitsministeriums werden neben den Impfinformationen nun auch Daten über die ethnische Herkunft, den Lebensstil oder die Biometrie der Nutzer gesammelt. Deutschland schreckt vor solchen Versuchen offiziell noch zurück, doch die Entwicklung geht auch hierzulande klar in Richtung Gläsernheit.

Corona-Hilfssheriffs mit Schusswaffe? Bizarre Ideen einer Sicherheitspolitik, die seit Jahren die staatliche Kontrolle gefährdet

Anfang der Woche hat es ein Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg in die Medien geschafft, der besonderen in Corona-Maßnahmen kritischen Kreisen für Grauen sorgte: Mit Schusswaffen bestückte ehrenamtliche Hilfssheriffs sollten die Einhaltung der verhängten Maßnahmen kontrollieren und somit die Polizei entlasten. Solche Ideen könnten gefährlich aus dem Ruder laufen und Bürger wie Freiwillige gefährden, befürchten Kritiker. Der Streit um freiwillige Hilfskräfte geht schon länger zurück. Mittels Bürgern in Uniform und der Ausbreitung privater Sicherheitsunternehmen wollen Bund und Länder ihre Polizeiausgaben drosseln. Setzen die Regierungen so das Gewaltmonopol des Staates auf das Spiel?

Nächster Lockdown besiegelt die Frage: Wem überlassen wir nach Corona unsere Welt? Die Krise und die Umverteilung von unten nach oben

Während Deutschland über den nun beschlossenen zweiten bundesweiten Lockdown, die Maskenpflicht und Beherbergungsverbote streitet, liegen die viel entscheidenderen Fragen längst in der landes-und weltweiten Vermögensverteilung. Diese entscheidet nämlich darüber, in welcher Gesellschaft wir nach Corona leben werden. Wenn wir und als Gesellschaft weiter wegen Schutzmasken spalten lassen, werden wir in diesen Fragen bald nicht mehr mitreden können. Dann wird es endgültig eine Welt der Superreichen, der Großinvestoren und der Großkonzerne sein. Ein kleiner Überblick, wie die Coronakrise die Umverteilung von unten nach oben vorantreibt.

Donald Trump ist Corona-Positiv. Liebe Medienvertreter: Geht es auch eine Nummer kleiner?

Donald Trump hat sich höchstwahrscheinlich mit dem SARS-Covid2-Erreger infiziert. Wenn er Pech hat, erleidet der 74-Jährige einen schweren Verlauf der Krankheit. Wenn er Pech hat. Bislang gibt es keinerlei Bestätigung, dass der US-Präsident überhaupt stärkere Symptome zeigt. Von daher stellt sich mir die Frage: Liebe Medien: Geht es auch eine Nummer kleiner?

Frei nach Sascha Lobo: Wie die Maßnahmen-Befürworter ticken – ein Psychogramm der Empörten im Fall Hendrik Streeck

Der Virologe Hendrik Streeck plädiert in der „Welt am Sonntag“ für einen anderen Umgang mit dem Erreger SARS-Covid2. Dabei erntet er nicht nur sachliche Kritik. Es zeigt sich: So, wie die Befürworter der Regierungskurses in der Epidemie-Bekämpfung die Corona-Kritiker „analysieren“, kann man fast eins zu eins auf die festgefahrenen Kritiker von Streeck, Wolfgang Wodarg oder Sucharit Bhakdi anwenden. Eine Analyse.

Erzieher in Corona-Zeiten: Kontaktverbote für Kinder sind „großes Risiko“

Faranga (Pseudonym) arbeitet als Erzieher in einem Hort für Grundschulkinder. Während der Corona-Zeit rückten Menschen wie er als „Systemrelevante“ in den Fokus. Die schnell beschlossenen Schul-und Kitaschließungen Mitte März kritisiert der Pädagoge scharf. Das Ausmaß der Maskenpflicht an Schulen sieht er ebenfalls als problematisch an. Im Generaldebatten-Interview spricht er außerdem darüber, wie Erzieher mit den neu beschlossenen Hygiene-Vorschriften zurecht kommen.

Wieder eine #Maskenpflicht in Österreich! Wegen „sorgloser Bürger“ steigen die Corona-Infizierten wieder – wirklich?

Wegen steigender Fallzahlen hat das Gesundheitsministerium und die österreichische Bundesregierung am Dienstag wieder eine flächendeckende Maskenpflicht in Supermärkten beschlossen. Grund: Die Fallzahlen würden wieder ansteigen. Ein genauerer Blick zeigt, dass etwas anderes außer die „Sorglosigkeit“ der Bürger hinter dem Mini-Anstieg stecken könnte.