Vergrault die Corona-Politik Pflegekräfte? Bundestags-Anfrage wirft Fragen auf

Eine Anfrage der Linkspartei im Bundestag hat ergeben, dass in Deutschland die Anzahl der Beschäftigten in der Alten-und Krankenpflege während der ersten Frühjahrs-Welle um 9.000 zurückging. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die bislang unveröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Damit verlor Deutschland innerhalb von drei Monaten 0,5 Prozent seiner Arbeitskraft in der Pflegebranche – mitten in der Pandemie. So drängen sich Fragen nach einem skandalösen Politikversagen auf, die eigentlich gründlich beantwortet werden sollten. Stattdessen starren Politik und Medien weiter wie paralysiert nur auf „Inzidenzwerte“ und Virus-Mutationen.

Und plötzlich jammern alle über den Personalmangel in den Krankenhäusern…

Die SARS-Covid 2-Pandemie bringt die Krankenhäuser an die Grenzen und im Zuge der winterlichen Ausbreitung des Erregers werden die Krankenhäuser voller. Zu diesem Schluss kommt man leicht, wenn man sich die Daten um die Auslastung des Gesundheitssystem nicht genauer anschaut. In Wahrheit ist die Anzahl an Intensivpatienten in den Krankenhäusern seit Beginn der Pandemie an nicht angestiegen – bis heute. Warum Intensivmediziner trotzdem Alarm schlagen, liegt nur bedingt an der Pandemie selbst. Die Panik ist eine Folge von Politikversagen in Sachen Personalpolitik. Der Mangel an Krankenhauspersonal wird jetzt auf die Pandemie geschoben, um vom eigenen Versagen abzulenken.

Erzieher in Corona-Zeiten: Kontaktverbote für Kinder sind „großes Risiko“

Faranga (Pseudonym) arbeitet als Erzieher in einem Hort für Grundschulkinder. Während der Corona-Zeit rückten Menschen wie er als „Systemrelevante“ in den Fokus. Die schnell beschlossenen Schul-und Kitaschließungen Mitte März kritisiert der Pädagoge scharf. Das Ausmaß der Maskenpflicht an Schulen sieht er ebenfalls als problematisch an. Im Generaldebatten-Interview spricht er außerdem darüber, wie Erzieher mit den neu beschlossenen Hygiene-Vorschriften zurecht kommen.